Zinsflaute auf Schweizer Privatkonten: Wo Sparer überhaupt noch etwas bekommen
Während die Zinsen in anderen Anlageklassen in Bewegung bleiben, herrscht bei den Schweizer Privatkonten weitgehende Stagnation. Ein aktueller Vergleich (Februar 2026) zeigt: Die grosse Mehrheit der Banken bietet derzeit 0.00% Zinsen. Dennoch gibt es vereinzelte Institute, die sich mit minimalen Zinssätzen von der Masse abheben. Gewissermassen die Nadel im Heuhaufen also…
Schweizer Privatkonten auf Nullzins-Niveau
Wer sein Geld auf einem klassischen Schweizer Privatkonto parkt, geht in den meisten Fällen leer aus. Ein Blick in unseren Privatkonto Zinsvergleich auf Nexano.ch verdeutlicht, dass das „Nullzins-Niveau“ für Alltags-Zahlungskonten fest zementiert scheint. Fast alle grossen Player – darunter die UBS, Postfinance, Raiffeisen und die meisten Kantonalbanken – führen ihre Privatkonten aktuell mit einem Zinssatz von 0.00%.
Die Ausnahmen im Vergleich
Trotz der allgemeinen Nullzinspolitik gibt es einige wenige Institute, die ihren Kunden zumindest einen symbolischen Zins gutschreiben. An der Spitze der untersuchten Anbieter stehen:
- Zak (by Bank Cler): Mit 0.05% bietet die Smartphone-Bank derzeit einen der „höchsten“ Zinssätze im Bereich der Privatkonten.
- Bank CIC: Hier erhalten Kunden immerhin noch 0.03%.
- Appenzeller Kantonalbank: Mit 0.02% positioniert sie sich als eine der wenigen Kantonalbanken über der Nullmarke.
- BBO Bank Brienz Oberhasli sowie die Clientis-Gruppe (z.B. Bank im Thal, Sparkasse Sense): Diese Institute gewähren immerhin noch 0.01%.
Privatkonto vs. Sparkonto
Experten betonen, dass Privatkonten primär für den Zahlungsverkehr und nicht für den Vermögensaufbau gedacht sind. Wer nach Rendite sucht, muss zwingend auf Sparkonten, Kassenobligationen oder die Säule 3a ausweichen, wo die Zinsen attraktiver ausfallen können. Dennoch lohnt sich der Blick auf die Gebührenstrukturen: Da die Zinserträge fast überall gegen Null tendieren, werden Kontoführungs- und Buchungsgebühren zum entscheidenden Faktor für die tatsächlichen Kosten eines Kontos.
Sicherheit bleibt hoch
Unabhängig von der Verzinsung bleibt ein wichtiger Sicherheitsaspekt bestehen: Guthaben auf Schweizer Privatkonten sind durch die Einlagensicherung geschützt. Im Falle eines Bankkonkurses sind Beträge bis zu CHF 100’000 pro Kunde und Bank gesetzlich gesichert.
Fazit
Der Wechsel des Privatkontos allein wegen des Zinses lohnt sich aktuell nur in den seltensten Fällen. Vielmehr sollten Kunden auf das Gesamtpaket aus Gebühren, App-Funktionalität und Zusatzleistungen achten. Wer sein Erspartes vermehren will, sollte das Geld jedoch nicht auf dem Privatkonto liegen lassen sondern andere Anlageformen prüfen.
Stefan, Wirtschaftsinformatiker - kümmert sich auf Nexano um den Technikkram und hat die Gesamtverantwortung über die Kaffeemaschine. Abseits von Nexano düst er gerne mit dem Rennvelo herum oder fummelt am Grill umher.